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Dänische Exportschlager 1: Bang & Olufsen
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Dänische Exportschlager 1: Bang & Olufsen

Heute möchte ich eine kleine Serie starten mit dem Titel „Dänische Exportschlager“. Es soll in dieser kleinen Serie also um Dinge gehen, die aus Dänemark stammen und die weltweit bekannt, beliebt und erfolgreich sind. Fangen wir heute mit etwas Technik an. Fange wir mit „Bang & Olufsen“ an.

Hifi-, Audio- und Videoprodukte im Luxussegment

Beim Namen Bang & Olufsen schlägt mit Sicherheit das Herz von so manchem HiFi-Enthusiasten schneller. Bang & Olufsen ist ein weltweit bekannter Hersteller von Hifi-, Audio- und Videoprodukten im hochpreisigen Luxussegment. Wer sich eine paar Hifi-Lautsprecher von B&O ins Wohnzimmer stellen möchte, braucht das entsprechende Kleingeld. Die günstigsten Stereolautsprecher des Herstellers kosten knapp 2800 Euro, die teuersten 110.000 Euro.

Peter Bang und Svend Olufsen. (Foto: Wikpedia)
Peter Bang und Svend Olufsen. (Foto: Wikpedia)

Im Jahr 1925 bereits gründeten Peter Bang und Svend Olufsen ihre Firma. Nicht etwa in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen oder einer andere der großen Städte. Nein die beiden gründeten ihr Unternehmen in dem beschaulichen Städtchen Struer das am südlichen Zipfel von meinem geliebten Limfjord liegt. Und in diesem kleinen Städtchen, das heute knapp über 10.000 Einwohner hat, hat das Unternehmen bis heute seinen Hauptsitz.

Das erste Produkt, das Peter Bang und Svend Olufsen in ihrer jungen Firma bauten, nennt sich „Eliminatior“. Es war nichts anderes, als ein Transformator, mit dem die damals verbreiteten batteriegetriebene Radios am Stromnetz benutzt werden konnten. Durch die voranschreitende Elektrifizierung der Haushalte kam der Wunsch auf, die mit Gleichstrom betrieben Radio an Wechselstrom betreiben zu können.

Das erste Fabrikgebäude von B&O in Struer war so konzipiert, dass es - im Falle einer Insolvenz des Unternehmens - auch als Schulgebäude umgenutzt werden kann. (Foto: Wikipedia)
Das erste Fabrikgebäude von B&O in Struer war so konzipiert, dass es – im Falle einer Insolvenz des Unternehmens – auch als Schulgebäude umgenutzt werden kann. (Foto: Wikipedia)

Im Jahr 1927 bauten die beiden ihr erstes Fabrikgebäude in Struer. Wie modern und innovativ die Dänen damals schon dachten zeigt sich daran, dass die beiden das Fabrikgebäude so konzipiert haben, dass es im Falle einer Insolvenz des noch jungen Unternehmens auch als Schule genutzt werden kann. Das aber war nicht nötig, das Unternehmen wuchs. Im Jahr 1932 entstand das bis heute bestehende Firmenlogo. Das aber hat kein berühmter Grafikdesigner entworfen. Svend Olufsen kaufte es einem Mahlerlehrling für 10 dänischen Kronen ab.

Belobt 39 – das erste komplett ausm Kunststoff gebaute Radio

Als erster Meilenstein der Firmengeschichte gilt das von Peter Bang entworfene Radio „Beolit 39“, das zu Weihnachten 1938 auf den Markt kam. Es war einer der ersten Radioempfänger, der komplett aus dem Kunststoff Bakelit hergestellt war. Mit diesem Produkt hielt auch der Produktname „Beo“ Einzug, der bis heute verwendet wird. Alle Produkte, die Band & Olufsen entwickelt, beginnen mit dem Namen „Beo“. Da gibt es Audioprodukte, die alle „Beosound“ heißen oder Fernseher, die „Beovision“ heißen. Die Kopfhörer hören auf den Namen „Beoplay“. Und so weiter.

Das Radio Beoilt 39 gilt als der erste Meilenstein des Unternehmens. (Foto: Wikipedia)
Das Radio Beoilt 39 gilt als der erste Meilenstein des Unternehmens. (Foto: Wikipedia)

Ich werde Euch jetzt nicht die ganzem Produktgeschichte von Bang & Olufsen vorstellen, denn dann würde dieses Video schnell abendfüllende Spielfilmlänge haben. Denn Bang & Olusfon hat in den letzten knapp 100 Jahren sehr viele tolle und spannende Produkte entwickelt. Dennoch ein paar kleine Anmerkungen, was B&O so besonders macht. Die Dänen haben bei der Entwicklung Ihrer Produkte wie beispielsweise Hifi-Systeme ab Mitte der 1950er Jahre auch sehr viel Wert auf das Design gelegt. Dabei wurden auch dänische und internationale Designer angeheuert.

  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)
  • Bang & Olufsen haben ab den 1950er Jahren viel Wert auf gutes Design gelegt. (Foto: Andreas Lerg)

Wo andere Firmen immer noch rechteckige Boxen mit viel Knöpfen und Drehreglern bauten, hat Bang & Olufsen bald ein sehr futuristisches, oft schlichtes und minimalistisches Design entwickelt. Ein Design, das sich erkennbar an den Bauhausstil anlehnt. Das Unternehmen hat auch als eines der erste Universal-Fernbedienungen entwickelt, mit denen auch die Hifi- und Fernsehgeräte anderer Hersteller gesteuert werden konnten.

Doch Bang & Olufsen baut nicht nur Geräte für das heimische Wohnzimmer. Ein Geschäftsbereich widmet sich sozusagen Groß- und System kunden. So entwirft Bang & Olufsen auch Systeme, mit denen Restaurants, Hotels, Yachten und Kreuzfahrtschiffe beschallt werden. Seit Anfang der 2000er Jahre entwickelt das Unternehmen auch Highend-Audiosystem für die Autoindustrie. Zu den Herstellern, die ihre Fahrzeuge mit B&-System ausstatten oder ausgestattet haben gehören Ford, Audi, BMW, Mercedes Benz aber auch Aston Martin. Außerdem findet man die Audiosysteme von B&O auch in Smartphones beispielsweise von Samsung oder Notebooks von Asus.

Ein Bang & Olufsen-Autiosystem im Audi A8-(Foto: Wikipedia)
Ein Bang & Olufsen-Autiosystem im Audi A8-(Foto: Wikipedia)

So viel einmal zu diesem weltweit bekannten und beliebten Exportschlager Nummer ein. Bang & Olufsen. Wenn Du dich für diese Firma und ihre Geschichte interessierst, dann kann ich Dir einen Besuch im städtischen Museum in Struer nur sehr empfehlen. Das Museum befindet sich im ältesten Gebäude der Stadt, de, Torngaard. Das Haus war einst Pachthof, dann Handelshaus und Pfarrhof. Heute kannst Du in dem Museum in die Firmengeschichte von Bang & Olufsen eintauchen und dir unzählige Produkte und Informationen aus der fast 100-jährigen Geschichte dieser Firma anschauen. Ich habe mir das Museum letzten Dezember angeschaut, das Video verlinke ich Dir in der Videobeschreibung.

Ok, das war das erste Stück der kleinen Reihe „Dänische Exportschlager“. Du findest diese Themen auch auf dem Youtube-Kanal.

Also dann. Vi Ses!

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