Touristen können in Dänemark jetzt Mobile Pay nutzen
Wer Urlaub in Dänemark macht, wird es kennen: Auf Flohmärkten, Weihnachtsmärkten und vielen ähnliche „Shopping-Gelegenheiten“ wie am Pølsevogn oder dem Eisverkäufer am Strand findest Du den Hinweis „Mobile Pay“ und eine Mobilfunknummer. Dänen können damit ganz einfach mit Ihrer Mobile-Pay-App digital an diese Telefonnummer und damit den Verkäufer Geld zahlen. Wir Touristen aber können das nicht. Wir müssen dann dänisches Bargeld dabei haben und damit bezahlen. Bis jetzt! Denn was sich da jetzt Tolles geändert hat, das besprechen heute.
Mobile Pay ist bei den Dänen seit vielen Jahren quasi Standard. Jeder, der etwas verkaufen will, aber kein hochmodernes Kassensystem wie in einem Supermarkt hat, kann damit einfach und banal nur über eine Mobiltelefon-Nummer Zahlungen annehmen. Ob Flohmark, Strandkiosk oder Weihnachtsmarkt, auf einem Schild steht „Mobile Pay und eine Mobilfunknummer“ Der dänische Käufer zückt sein Handy startet die Mobile Pay-App und bezahlt durch Eingabe der angegebenen Mobilfunknummer. Bislang schauten wir als Touristen dabei immer in die Röhre und mussten dänisches Kleingeld parat haben, wenn wir beispielsweise auf einem Flohmarkt was schönes entdeckt hatten, kaufen und bezahlen wollten.
Mobile Pay führt neue Zahlfunktion ein
Genau das hat sich geändert, denn Mobile Pay hat eine neue Funktion eingeführt. Derzeit stolpert man beispielsweise auf Facebook über Werbung dafür. Auf dem Bild steht ein Satz, der ins Deutsche übersetzt lautet: „Touristen? Ja, sie können jetzt auch an eine Mobile Pay-Nummer bezahlen.“ Was bedeutet das.

Schauen wir uns erst kurz an, was es nicht bedeutet: Nein, als Tourist kannst Du noch immer nicht die beliebte App herunterladen, einrichten und wie ein Däne benutzen. Das funktioniert noch immer nur dann, wenn Du einen Wohnsitz in Dänemark und damit eine dänische Bürgernummer – die CPR – und ein dänisches Bankkonto hast.
Aber dennoch kannst Du als Tourist jetzt an eine Mobile Pay-Nummer bezahlen. Die Werbung richtet sich nämlich eher an den Flohmarktverkäufer oder den Besitzer einer Hotdogbude. Denn der Zahlungsdienstleister hat ein neues System eingeführt, das das Smartphone des Verkäufers in ein mobiles Kreditkartenterminal verwandelt. Und wie funktioniert das Ganze?
Wenn du jetzt an einen Flohmarktstand oder einen Eiskiosk am Strand kommst, an dem die Mobile Pay-Nummer steht, läuft das neuerdings so:
- Der dänische Verkäufer tippt den Betrag in seine Mobile Pay-Händler-App auf seinem Smartphone ein.
- Du nimmst deine ganz normale deutsche Debitkarte, Visa- oder Mastercard oder auch Dein Handy mit Apple Pay oder Google Pay.
- Du hältst deine Karte oder dein Smartphone einfach an das Handy des Verkäufers. Die Karte oder Smartphone tauschen Daten über NFC-Funk oder Bluetooth aus. Es macht „Piep“ und Du hast bezahlt.
Das Geniale daran: Du selbst brauchst überhaupt kein Mobile Pay, kannst aber trotzdem über das System bezahlen. Für dich funktioniert das als eine ganz normale, digitale, kontaktlose Kartenzahlung. Der dänische Händler bekommt das Geld aber direkt auf sein entsprechendes Konto gutgeschrieben. Eine Win-Win-Situation für beide!












Was bedeutet das jetzt konkret für dein Urlaubs-Portemonnaie?
Du brauchst im Prinzip kein dänische Bargeld mehr. In Geschäften und Supermärkten kannst Du ja schon seit Jahren problemlos mit Karte bezahlen. Und jetzt eben auch auf Flohmärkten und Co.
Ganze ohne Karte geht es mit Apple Pay oder Google Pay. Die digitalen Bezahldienste von Apple und Google ersparen Dir sogar das Zücken der Plastikkarte aus Deinem Portemonnaie. Apple Pay und Google Pay funktionieren in Dänemark quasi jedem noch so kleinen Terminal. ich habe damit schon eine Autowäsche an einer unbemannten automatisierten Waschstraße bezahlt.
Einen Tipp hab ich für Dich:
Das Ganze funktioniert natürlich nur dann, wenn Dir auch ein dänischer Verkäufer mit seinem Smartphone gegenüber sitzt. Aber an den typischen Straßenverkaufsständen beispielsweise an den Bauernhöfen, da klappt das nicht. An diesem sogenannten Vertrauensverkauf liegt in einem kleinen Holzkasten oder einer kleinen Hütte am Straßenrand etwa Gemüse, Obst, Honig oder was der Bauernhof sonst produziert oder im Herbst und Winter auch Brennholz bereit. Der Kunde nimmt sich, was er benötigt und bezahlt, ohne dass ihn dort jemand wirklich aktiv abkassiert.

Der Verkäufer vertraut darauf, dass der Käufer bezahlt. Deshalb nennt sich das Vertrauensverkauf. Das klappt in Dänemark wirklich sehr gut, denn die Dänen sind ehrlich und anständig, geklaut wird nur sehr selten. Oft steht dort dann auch auf einem Schild eine Mobile Pay-Nummer. Aber hier brauchst Du dann doch etwas Bargeld, denn die oben beschriebene Methode funktioniert ja nicht, eben weil kein Verkäufer mit seinem Smartphone dort sitzt und Dich mit dem neuen System abkassiert. Deshalb solltest Du für solche Fälle dann doch immer ein bisschen dänisches Bargeld als Notreserve bereithalten.
Die Werbung für die neue Bezahlfunktion verspricht also nicht zu viel: Du kannst als Tourist jetzt wirklich an eine Mobile Pay-Nummer bezahlen – nur eben mit Deiner eigenen Debit- oder Kreditkarte. Die Dänen macht uns das Urlaubsleben damit noch ein Stückchen leichter.
Schaue auch gerne mal auf meinem Youtube-Kanal und in der Facebook-Gruppe „Dänemark, Hygge und Mee(h)r“ vorbei. Schreib mir mal in die Kommentare: Hast Du das neue System in diesem Jahr schon in Dänemark entdeckt und ausprobiert? Und welche Zahlungsmethode nutzt Du in Dänemark?
Letzte Aktualisierung am 8.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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