Fahrt mit dem „Weihnachtszug“ der Syd Fynske Veteranjernbane

In Dänemark kann man vieler Orten auch historisches aus dem Bereich Technik erleben. Da wären beispielsweise die Fregatte Jyland in Ebeltoft oder die private Dansk Motor & Maskin Sammling, um nur zwei eindrucksvolle Beispiel zu nennen. In Fåborg auf der Insel Fyngibt es die „Syd Fynske Veteranjernbane“, die Veteranen-Bahn Süd-Fünen. Die engagierten Männer und Frauen dieses Vereines halten die historische Eisenbahntechnik in Schuss und damit am Leben. Liebevoll pflegen sie nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Gebäude und außerdem die rund zehn Kilometer lange Schienenstrecke nach Korinth. Und sie bieten natürlich auch Fahrten an, für die sie sich dann in originale Bahnuniformen kleiden und auch richtig schöne, alte Fahrkarten verkaufen.

So richtig echte Fahrkarten, wie es sie früher gab, kauft man, wenn man mit der historischen Eisenbahn fahren will. Und die werden dann auch mit so einer echten und uralten Zange „abgeknipst“.

Am 7. Dezember haben wir während unserer Urlaubs auf Fünen die Sonderfahrt mit dem „Weihnachtszug“ von Fåborg nach Korinth genossen. Inklusive dem Julemanden, der unterwegs die Kinder in den Wagons bespaßt und auch uns mit Süßem versorgt hat sowie Gløgg, Kaffe og Kage und Co am Bahnhof in Korinth. Und wir durften uns natürlich alles genau anschauen und fotografieren.

Gezogen wurde unser Zug mit einer Diesellok Baujahr 1950. Die stand dann nach dem umspannen (siehe Video) am 7. Dezember 2019 in der Abendsonne – eigentlich Nachmittagssonne, aber dort geht gegen 16 Uhr die Sonne bereits unter – und wartete auf die Fahrgäste, die um 15:30 Uhr die Rückfahrt von Korinth nach Fåborg antreten wollten. Mit diesem Zug kann man eine wunderbare Fahrt in die Vergangenheit des Bahnverkehrs in Dänemark machen.

Abfahrt um 15:30 Uhr steht auf dem Schild. Bis auf den LKW-Spiegel am Fenster der Lok, mit dem der Lokführer den Zug hinter der Lok einsehen kann, ist an diesem fast 70 Jahre alten Ungetüm alles Original.

In dem Zug sind die verschiedensten Wagons aneinander gehängt, sodass man tatsächlich diese rollende Bahngeschichte selbst erleben kann. Auf der Hinfahrt nach Korinth sind wir in einem Dritte-Klasse-Wagen aus dem Baujahr 1918 gefahren. Da konnte man durch die Schlitze der Bodenbretter auf das Gleisbett schauen, über das wir hin weg gerumpelt sind.

Blick aus dem Fenster. Die Fahrt geht gemütlich langsam durch die Landschaft Süd-Fünens.

Die Rückfahrt haben wir dann in einem moderneren Wagen Baujahr 1975 genossen. Dieser hatte schon eine Heizung, Toiletten und der Veteranenverein hatte die Gepäcknetze mit alten Koffern und auch mit weihnachtlichem Schmuck dekoriert, denn wir waren ja schließlich im Weihnachtszug unterwegs.

Dieser Wagon Baujahr 1975 hatte auch bereits eine etwas komplexere Federung, um den Passagieren eine angenehme Fahrt zu bieten.

Und wenn man, so wie ich, gerne fotografiert, dann kommt man bei so einer historischen Eisenbahn natürlich auch auf seine Kosten Und kann viele interessante Details an Wagons aber auch der Strecke ablichten. Beispielsweise die Per Muskelkraft bediente Drehscheibe im Bahnhof in Korinth.